‘Lin’ – Der experimentelle Kalligrafie Roboter

Wien, November 2011

‘Wordless Writing’, ‘abstrakte Kalligrafie’ oder ‘Asemic Writing’ (Asemic bedeutet Schreiben ohne semantische Bedeutung): Es sieht aus wie Geschriebenes, aber man kann es nicht lesen. Die Meisten Leute haben schon einmal ‘asemantisch’ geschrieben, um zum Beispiel einen neuen Schreibstift auszuprobieren, viele haben ebenso ‘Mock Letters’ gemalt und ‘Pseudogeschrieben’ bevor sie überhaupt gelernt haben Wörter zu schreiben. Manche Beispiele von ‘Asemic Writing’ sind Piktogramme oder Ideogramme, die durch ihre Form eine Bedeutung nahe legen. Andere nehmen uns mit auf eine Reise entlang ihrer Kurven. Manche mag man, manche nicht. Sie neigen dazu keine fixe Bedeutung zu haben, sie ist offen. Jeder Betrachter kann zu seiner persönlichen, absolut korrekten Interpretation gelangen. In diesem Sinne: §$”%E*RT&?+D’G/EQT!

Die Zeichenmaschine ‘Lin’ (ein chinesischer Name und bedeutet ´Wald´) nähert sich dieser speziellen, experimentellen Form des ‘Schönschreibens’ an. Sie besteht aus einem zweigliedrigen, motorbetriebenen Arm, an dessen Ende ein Zeichenstift montiert auf dem Papier hin- und hersaust. Angesteuert wird ‘Lin’ durch ein Programm auf einem Mikrokontroller, das einem Zufallsgenerator entspricht. So produziert der Kalligrafie Roboter immer neue Schriften, zwar ohne Sinn, was bei ‘Asemic Writing’ nicht das vorrangige Ziel ist, aber dafür umso interessanter bei seiner Betrachtung. ‘Lin’ steht in der Tradition seiner Vorgänger, die Konstruktion der Zeichenarme besteht aus Bambusstäben. Die Zeichenmaschine ist am 11. November 2011 im Zuge der Ausstellung ‘Multiple Choice’ vom Verein ‘Höhe und Breite’ in der Berggasse 11, 1090 Wien, zu sehen. Links: Wikipedia Eintrag ‘Asemic Writing’, Höhe und Breite





Bamboo Inchworm ‘Lian’

Wien, Juli 2011

Der Bamboo Inchworm ‘Lian’ (ein chinesischer Name und bedeutet ´anmutige Weide´)lehnt sich zwar an der Fortbewegungsart einer Raupe an, indem er sich kontinuierlich vorwärts robbt, soll jedoch von tierähnlichen Robotern mehr zu architektonischen Strukturen führen. In der Gestalt kann man mögliche Überdachungen und Innenräume entdecken. Der Laufroboter ‘Lian’ stellt einen Hybriden zwischen Robotik und Architektur dar. Die Architektur als Grenzfall zwischen Kunst , Wissenschaft und Technologie hat ihre Aufgabe, immer neu aus gesellschaftlichen und technologischen Strömungen zu schöpfen. Auch ist hier der Schwerpunkt auf mehr ausgeklügelte Mechanik und dafür weniger komplex Ansteuerung gelegt. Der Roboter ist fernsteuerbar und in jede Richtung hin beweglich. Der Bamboo Inchworm wurde dem Robotor ‘Hexbug Inchworm’ nachempfunden. Link: Hexbug Inchworm







The Hitch Hiker’s Guide To Circuit Bending and Solarpowered Junkbot Devices

Oslo, Norwegen, Mai 2011

Auf dem internationalen Medien Festival ́Art.On.Wires´ in Oslo, Norwegen, wurde ein Workshop für Kinder und Erwachsene angeboten. Spielerisch wurde Wissen zu Robotik, Elektrotechnik und Solarenergie vermittelt. Dafür bot DAAL verschiedene Bastel-Kits an. Die Ergebnisse waren kleine solarbetriebene Module, die zum Beispiel Vogelgeräusche machen oder sich wie Kreisel bewegen. Vibrobots aus Zahnbürsten, oder Draht und auch Naturmaterialien sausten umher und alte batteriebetriebene Sound Spielzeuge und Kinderkassettenrekorder wurden für einen künstlerischen Zweck modifiziert. Link: Art.on.Wires






Giant Bamboo Bug ‘Wei Tao’ – Small Versions

Wien Aspern Seestadt, April 2011

Mit der Präsentation von Modellen für einen Großraumroboter ´Wei Tao´ (ein chinesischer Name und bedeutet ´große Welle´) im Juni 2011 in Aspern Seestadt erfährt die Serie der Bamboo Bugs eine neue Dimension, um die Möglichkeiten von Leichtbau Laufrobotern aus Bambus auch in ihrer Größe auszuweiten. Die Umsetzung des überlebensgroßen Exemplars wird in drei Stufen je nach Ausmaße unterteilt: ein kleiner, ein mittlerer und ein finaler, großer Maßstab sollen die Meilensteine abstecken, die für die Realisierung eines gigantischen Laufroboters notwendig sind.

Small Versions







s u p e r V i V o – ´Dipper´

Wien, Februar 2011

Evaluierung und Konditionierung der idealen Kontrahenten

Zur Evaluierung der ´idealen´ Pflanze und dem ´idealen´ Motor für den ´Inneren Kampf´ wird eine voll automatisierte Versuchsanordnung aufgebaut, im folgenden ´Dipper´ genannt. Hierbei werden die Pflanzenkandidaten auf Robustheit, Wachstum und Wurzelbildung überprüft. Diesbezüglich wurde eine Maschine entworfen und gebaut, die auf Basis des ´Scotch-Yoke´ Mechanismus die Pflanzentriebe in vorgegebenen, unterschiedlichen Intervallen in feuchte Erde eintaucht und wieder herauszieht, um die Fortbewegung des späteren Hybridwesens, die zukünftige Gehbewegung der Pflanzenbeine der Roboter zu simulieren. In Anlehnung an Dip-Saucen wurde diese Maschine ´Dipper´ getauft. Der Prototyp (Evaluierungs-Installation) ist voll automatisiert, die Motoren des ´Dipper´, die Bewässerung und die Beleuchtung werden mittels eines ´Arduino´ Boards (Open Hardware Micro-Controller) gesteuert. Ziel der Evaluierung ist es, ebenbürtige Kontrahenten auszuwählen, um einen fairen Kampf zu gewährleisten. Während der Evaluierung werden Daten, die das Verhalten und die Gesundheit der Pflanze beeinflussen, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Erdfeuchtigkeit, Lichtintensität und Anzahl der Bewegungen der ´Dipper´, sowie die Wurzelbildung und der Pflanzenwuchs ermittelt und in Statistiken festgehalten. siehe auch: supervivo.daal.at